Die traurige Geschichte der Ureinwohner
GEO | Mrz. 2011
Puh da musste ich erst einmal schwer schlucken, als ich den Artikel „Der Beutezug“ in der GEO gelesen hatte. In diesem Artikel wird beschrieben, wie menschliche Exponate im 19. Jahrhundert ihren Weg in unsere Museen gefunden haben. Gemeint sind hiermit die Skelette und Schädel von australischen Aborigines, neuseeländischen Maori-Kriegern, Ureinwohnern aus den Vereinigten Staaten, Brasilien oder auch aus Namibia.
Es ist nicht sicher, ob die Menschen damals eines natürlichen Todes starben oder ob sie wegen des Profits und der Neugierde einfach brutal getötet, hingerichtet, präpariert und dann nach Berlin, London, Washington New York und Wien geschifft wurden. Es gibt Legenden in Australien, dass eine Deutsche „Todesengel der Aborigines“, „Angel of Black Death“ genannt wurde. Man ist sich noch nicht sicher, ob diese Frau, die eigentlich als Pflanzensammlerin unterwegs war, auch Morde an den „exotischen“ Völkern in Auftrag gegeben hat.
Die Nachkommen dieser Völker verlangen die Rückführung der Skelette und Überreste in die Herkunftsländer. Sie wollen ihre Vorfahren beerdigen und würdevoll beisetzen. Es wird wohl nie geklärt werden, wie und warum die Menschen sterben mussten. Der Gedanke daran, dass unsere Vorfahren sich am Anblick dieser Skelette erfreuten und sie so hinrichteten, macht mich sprachlos.

