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17.02.2010

Tristan da Cunha – das Ende der Welt?

lzpb-WeltDerWunder-Nov-2009Welt der Wunder | Nov. 2009

Eine Insel am 40. Breitengrad, im Weltmeerteil „Brüllende Vierziger“ (Region zwischen 40° und 50° südlicher Breite), mit 3490 Kilometern von Amerika entfernt und 2800 Kilometern bis Afrika ist Tristan da Cunha die am weitest entfernte Insel von einem Festland. Ist bei dieser Entfernung Tristan da Cunha die einsamste Insel der Welt? Immerhin, es leben rund 300 Menschen auf der Insel. Erwartet hätte man bei dieser Insel exotisch aussehende Eingeborene. Jedoch besteht die Bevölkerung aus 7 Familien, mit Abstammung von Schottland, England, USA, Niederlande und Italien. Die Namen der Familien sind Green, Glass, Hagan, Lavarello, Repetto, Rogers oder Swain.

Die Hauptstadt Edinburgh of the Seven Seas hat an die 100 Häuser. Ich konnte es nicht fassen, als ich in dem Artikel „Die einsamste Insel der Welt“ las, dass die Insel einen winzigen Hafen, einen Supermarkt, ein Postamt, eine Langustenfabrik und sogar ein Internetcafé hat. Jedoch geht das Überleben nicht ohne Versorgungsschiff. Schließlich brauchen die Bewohner der Insel Dieselöl, Kleidung und Technik, die auf der Insel nicht hergestellt werden kann. Auch muss dort jeder jedem helfen, sonst funktioniert das Leben dort nicht.

Das Leben auf der Insel hört sich fast an, wie das Paradies auf Erden. Keine Scheidung in den letzten 200 Jahren! Wer mehr über das Leben auf der Insel Tristan da Cunha wissen möchte, sollte das Buch von Raoul Schrott „Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde“ (Hanser Verlag) lesen. Oder mal auf die Seite tristandc.com schauen, die Webseite der Insel.

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